Der Kraftfahrer im Verkehr (1950)

Zufällig habe ich ein kleines Heft auf dem Flohmarkt um die Nikolai-Kirche in Göttingen (jeden Samstag) entdeckt, und natürlich auch gleich mitgenommen!

Der Kraftfahrer im Verkehr, ein kleines 32-seitiges Informationsheft vom Tellus-Verlag (Essen) aus dem Jahre 1950. Der Tellus-Verlag veröffentlichte überwiegend kleine Hefte (die Tellus-Lesebögen – Digitalisierungen folgen noch), welche im verwüsteten Nachkriegsdeutschland als Informationsquellen für die Schüler dienten. Nachdem alle rassistisch-angehauchten Schulbücher von den Alliierten gesammelt und meist vernichtet wurden, hieß es in der Schule: „Kauft den und den Bogen…“ oder „Nehmt den und den Bogen aus dem Ordner“. Diese Wachsenden-Bücher waren dann für nicht wenige Schülerinnen und Schüler ihre größten Schätze, da sie mit der Erdkunde-Reihe fremde Erdteile entdecken, mit der Geschichts-Reihe in vergangene Zeiten reisen, und in den klassischen Lesebögen interessante Geschichten lesen konnten. Nach Jahrgängen sortiert, waren diese Bögen noch bis in die 60er-Jahre gebräuchlich – und heute leider nur noch (sehr selten) im Antiquariat zu finden.

Dieses kleine Heft wurde nicht nur für die Jugend veröffentlicht, sondern überwiegend auch als generelles Informationsheft für das Armaturenbrett der schönen alten Autos. Es informiert mit vielen Bildern über die wichtigsten Regel der Straßenverkehrsordnung und ist noch heute ein schöne, (meist) aktuelle und nützliche Unterhaltung.

Viel Spaß mit der PDF-Datei:
Tellus-Verkehrsheft-PDF-link

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Taufbüchlein für Helene Haase

Alle folgenden Bilder öffnen sich groß und lesbar, wenn Sie sie anklicken!

Taufbuechlein-Einbang

Gestern habe ich zufällig im Antiquariat dieses kleine Taufbüchlein von 1892 entdeckt und auch gleich für 5 € gekauft, um es nun hier zu veröffentlichen. Hoffentlich hilft es nochmal irgendjemandem bei der Ahnenforschung…

Henriette Eleonore Helene Haase wurde am 6. Februar 1892 um 2 Uhr nachmittags in Kosen (?) (Schützstr. 28b) geboren und wurde am Ostersonntag den 17. April 1892 in der Kirche zum Graben in Kosen geboren.

Stammbaum

Ihre Taufpaten waren:
Frau Mathilde Fröhlich (einzige Schwester der Großmutter mütterlicher Seite)
Frau Agnes Jacob (einzige Schwester des Großvaters mütterlicher Seite)
Herr Theodor Fischer (ihr lieber Großvater)
Der Pastor war Lehn (?)

Helene hatte mindestens zwei Geschwister:
Erich Haase (30. Mai 1886)
Dorothea Haasr (6. März 1889)

Zudem ist vermerkt, dass Helene am 26. Juni 1892 den ersten Zahn bekommen hat.

Dieses kleine Tauf-Büchlein (9.8cm x 13.6cm) hat Helene von ihrer Großtante Agnes Jacob als Andenken bekommen. Agnes Jacob ist eine geborene Fischer in hat die Widmung für das Büchlein in Breslau geschrieben. In dem Büchlein lag auch eine kleine (Visiten-)Karte von Agnes Jacob oder der Mutter von Helene aus Coblenz, wo sie aber als Namen Agnes Haase, geb. Fischer angegeben hat.

Konfirmationsschein-1864
Zusätzlich lag in dem Taufbüchlein ein Erinnerungsblatt an die Konfirmation von Louis Ernst Heinrich Haase (geb. am 2. Nov 1850 o. 1864), welcher am 9. Okt 1864 in der evangelischen Kirche in Teterow (?) vom Pastor Lüders (?) konfirmiert wurde.

Ich bitte um Ihre Hilfe beim Lesen einzelner Wörter, da ich doch noch nicht gut genug für solche Handschriften bin (bitte einfach einen Kommentar schreiben). Danke!

Taufbuechlein-1

Taufbuechlein-2

Taufbuechlein-3

Taufbuechlein-4

Taufbuechlein-5

Taufbuechlein-6

Kleine Karte von Agnes Haase

Kleine Karte von Agnes Haase

Wenn Sie das kleine Büchlein irgendwie für Ihre Ahnenforschung brauchen oder Sie mit Helene verwand sind, können Sie mir natürlich eine Mail schreiben. Ich kann Ihnen das Büchlein auch zusenden.

Klein-Erna – Alle Geschichten

„Die grausig-dummen Geschichten von Klein-Erna, Klein-Bubi und Familie kursieren schon so lange in Hamburg und den umliegenden Dörfern – es soll schon ergraute Männer geben, die sie aus ihrer frühesten Jugend kennen -, dass es an der Zeit war, sie einmal zu sammeln und mit lebenswahren Bildern zu versehen.“ Vorwort zur Erstausgabe.

Die Klein-Erna-Geschichten kursieren wirklich schon seit Ewigkeiten in Hamburg und Umgebung, und seit dem Vera Möller 1938 ihren ersten Band der „grausig-dummen Geschichten von Klein-Erna, Klein-Bubi und Familie“ veröffentlichte, verbreiteten sich die Geschichten so stark, dass sie schon 1940 den zweiten Band, die Neue Folge veröffentlichen konnte, welche im „ganzen Reich“ Leser und Freunde fand.

Nach dem Krieg mischte sie Geschichten aus der Erstausgabe und der Neuen Folge und ersetzte einzelne Geschichten durch andere, fügte noch einen dritten Band hinzu. „Wer seine Klein-Erna-Bändchen im Laufe dder letzten Jahre verloren hat, kann sie nun wieder zur Hand nehmen“ (Vorwort Band 1).

1959 trägt sie einen weiteren Band zusammen, den vierten, und veröffentlicht alle zusammen: „Eins, zwei, drei und vier in Tüte“. Zum Schluss veröffentlicht sie 1964 den „fümften“ Band, wieder in Tüte…

All die kleine Bändchen erschienen im Hans Christians Verlag, welcher sich bis heute am Leben hielt, leider jedoch nicht mehr mit unseren schönen „grausig-dummen Geschichten“…

Wir werden nach und nach viele Geschichten digitalisieren und hier sortiert veröffentlichen, damit Sie sich auch weiterhin an ihnen erfreuen können.

Die Liste aller Geschichten finden Sie natürlich als PDF (1.2 MB) hier.

Viel Spaß also mit diesen fantastisch-dummen Geschichten!
M. Graver

Die Bände
Wie gesagt: Es gab zuerst nur die Erstausgabe von 1938 (A1). Fast alle Geschichten waren hier mit farbigen Zeichnungen gestaltet. Dann brachte Möller 1939/1940 die Neue Folge, wieder mit farbigen Zeichnungen und nur neuen Geschichten heraus.

1950 folgte der Dritte Band. Dabei wurden die Geschichten aus der Erstausgabe un der Neuen Folge neu gemischt und mit weiteren neuen Geschichten auf drei Bände aufgeteilt. Diese kamen zusammen in einem Schuber heraus.

1959 hat Möller dann die Reihe um einen Vierten Band erweitert. Dieser enthielt nur neue Geschichten und kam auch wieder mit den drei vorherigen in einem Schuber heraus.

1964 kam dann der letzte „alte“ Band, der Fünfte Band in einem Schuber mit den vier anderen heraus. Wie schon der vierte, enthielt auch der letzte Band nur neue Geschichten, sodass es einige wenige Geschichten gibt, die bisher nur in der Erstausgabe und der Neuen Folge erschienen (z.B. „Im Bilderladen“, „Fantasie“, „Heringe“, etc.)

All die kleinen Bände sind in etwa gleich groß (4.1cm x 12.9cm) und enthalten viele, interessante und schöne Zeichnungen von Vera Möller.

Erstausgabe (1938)

Erstausgabe (1938)

Neue Folge (1939/1940)

Neue Folge (1939/1940)

Band 1 (1950)

Band 1 (1950)

Band 2 (1950)

Band 2 (1950)

Band 3 (1950)

Band 3 (1950)

Band 4 (1959)

Band 4 (1959)

Band 5 (1964)

Band 5 (1964)

Verzeichnis der wichtigsten Werke der Langenscheidtschen Verlagsbuchhandlung (ca. 1933)

Guten Tag.
Hier das vollständige Verzeichnis der „wichtigsten Werke der Langenscheidtschen Verlagsbuchhandlung“. Zusammengefasst aus dem Anhang des Niederländischen Taschenwörterbuches aus dem Jahre 1930.
Die Liste ist vollständig, die Beschreibungen in der PDF-Datei werde ich aber noch weiter ergänzen und aktuelle Preise (Umrechnung) angeben.
Viel Vergnügen wünscht M. Graver.


Verzeichnis:

  1. Sprachunterrichtsbriefe Methode Toussaint-Langenscheidt
    1. Große Originalausgabe in 36 Briefen
    2. Der kleine Toussaint-Langenscheidt in 10 Briefen
    3. Toussaint-Langenscheidt-Aufbaukurse für Lernlustige
  2. Lehrbücher
    1. Langenscheidts praktische Schullehrbücher
    2. Langenscheidts Kurz-Lehrbücher
  3. Lektüren
    1. Langenscheidts fremdsprachliche Lektüre
    2. Langenscheidts Neue Lesehefte
  4. Langenscheidts Wörterbücher
    1. Langenscheidts Enzyclopädisches Wörterbuch
    2. Langenscheidts Taschenwörterbücher
    3. Langenscheidts Universal-Wörterbücher
    4. Langenscheidts Miniatur-Wörterbücher
    5. Langenscheidts Handelswörterbuch
    6. Langenscheidts Kaufmännisches Handwörterbuch
  5. Reiseführer und -wörterbücher
    1. Langenscheidts Reise-Dolmetscher
    2. Metoula-Sprachführer
    3. Handbücherei für Auslandskunde
  6. Verschiedene Werke
    1. Handbücher der Handelskorrespondenz
    2. Langenscheidts Musterbriefe
    3. Langenscheidts Konversationsbücher
    4. Ausführliches grammatisch-orthographisches Nachschlagebuch der deutschen Sprache
    5. Langenscheidts Sprachführer für den Sportsmann
    6. Langenscheidtsche Bibliothek
    7. Sprachkunde (monatl. Zeitschrift)
    8. Neue Rechtskunde

Aus dem Anhang des Taschenwörterbuches Niederländisch mit einem Anhang von 1930

Verzeichnis mit Beschreibung, Angaben der einzelnen Sprachen und Preisangabe von 1933 (mit Umrechnung): PDF-Datei (Stand 10. Jan. 2015)

Langenscheidt – Anzeige (c1895)

Hier eine kleine Anzeige für die Sprachlernbriefe und die Methode Toussaint-Langenscheidt (vgl. migraver.wordpress.com) aus dem ersten Band von Langenscheidts Notwörtebüchern Englisch-Deutsch (c1895, Scan folgt).

Selbstunterricht in modernen Sprachen!
Lerne Sprachen nach der Original-Methode Toussaint-Langenscheidt
Sicherer Erfolg ohne Vorkenntnisse
Probebriefe in jeder Buchhandlung
Prospekte sendet gratis
Langenscheidt-Verlag
(Prof. G. Langenscheidt) Berlin S.W. 40

Anzeige für die Methode Toussaint-Langenscheidt (c1895)

Anzeige für die Methode Toussaint-Langenscheidt (c1895)

Kurze Geschichte der Methode Toussaint-Langenscheidt

Kurze Geschichte der Methode Toussaint-Langenscheidt
1856 veröffentlichte der Berliner Gustav Langenscheidt (1832-1895, vgl. de.wikipedia.org) zusammen mit dem Franzosen Charles Toussaint (1813-1877, vgl. de.wikipedia.org) die Unterrichtsbriefe zur Erlernung der französischen Sprache. Damit legten sie den Grundstein für den, uns allen bekannten, Langenscheidt-Verlag. Nach und nach veröffentlicht der Verlger Langenscheidt in Zusammenarbeit mit anderen Sprachlehrern und -wissenschaftlern, weitere Sprachlernbriefe zum Selbstunterricht. Im Katalog der Langenscheidtschen Verlagsbuchhandlung von ca. 1914 begründen sie den Selbstunterricht wie folgt:

Der Kampf ums Dasein, der heute härter ist als je zuvor, fordert in allen Stellungen und Berufen von uns umfassende Sprachkenntnisse. Das grammatische Wissen, das viele von der Schule mitbringen, kann im praktischen Leben wenig nützen. Hier wird ein sicheres Können und die Fähigkeit, die fremde Sprache richtig und gut anzuwenden, verlangt. Zu dieser Vollkommenheit führt aber weder das Studium einer Grammatik, noch Stunden bei einem Privatlehrer. Auch der Aufenthalt im fremden Land hat ohne gründliche Vorkenntnisse fast nie den gewünschten Erfolg. So bleibt nur noch der Selbstunterricht, und auch dieser ist zwecklos, wenn er nicht nach einem guten, praktischen System betrieben wird. Ein solches fehlte, bis Professor Gustav Langenscheidt zusammen mit Professor Charles Toussaint die Unterrichtsbriefe nach der Methode Toussaint-Langenscheidt herausgab, eine Erfindung von ähnlich kultureller Bedeutung wie die der Dampfmaschine oder der Elektrizität… (aus „Die Methode Toussaint-Langenscheidt – Katalog der Langenscheidtschen Verlagsbuchhandlung“, c1914/18, S. 5)

Auch wenn die Beschreibung vielleicht etwas übertrieben ist, genossen die Briefe große Beliebtheit: Vor der Methode Toussaint-Langenscheidt gab es schon einige andere Unterrichtsmethoden (vgl. de.wikipedia.org), aber keine andere hat sich so bewährt, wie die Langenscheidts. Das frühere blau-rote Design (meiner Meinung nach deutlich schöner…) wurde 1956 durch das blaue „L“ auf gelben Grund ersetzt. Das „L“ bestand wiederum schon seit 1882, als das bekannte Logo mit der Weltkugel und dem Schriftzug „Ohn‘ Fleiß kein Preis“ eingeführt wurde. Im vergangenen Herbst hat der Langenscheidt-Verlag nun erneut eine Desing-Änderung vorgenommen – das „L“ blieb erhalten…

Titelblatt des ersten Sprachlernbriefes Niederländisch

Titelblatt des ersten Sprachlernbriefes Niederländisch


Die Unterrichtsbriefe wurden ständig erweitert – das Konzept wurde erst Ende der 1950er Jahre aufgegeben, und durch Kursbücher abgelöst. Bis zuletzt erschienen 14 Unterrichtsbriefe, oder auch Sprachlernbriefe:
Englisch (van Dalen, Lloyd und Langenscheidt)
Französisch (Toussaint und Langenscheidt)
Altgriechisch (Tegge)
Italienisch (Sabersky und Sacerdote)
Lateinisch (Willing)
Niederländisch (Bierhout und Altena)
Polnisch (Krasnowolki und Jakob)
Rumänisch (Ghite Pop und Weigand)
Russisch (Garbell, Blattner, Körner Marnitz und Verwow)
Schwedisch (Jonas, Ebbe Tuneld und Morén)
Spanisch (Gräfenberg und Don Antonio Paz y Mélia)
Ungarisch (Balassa und Palóczy)
Hebräisch (Willing)
Portugiesisch (Luise Ey.)
Später erscheinen auch Unterrichtsbriefe zum Deutschlernen.

Das Prinzip der Sprachlernbriefe war einfach: Man abonnierte die Briefe und erhielt dann wöchentlich oder monatlich einen Brief, mit einem Text und verschiedenen Aufgaben zum Textverständnis und zur Grammatik. Somit brachte man sich ohne Lehrer die Sprache bei. Nach den, in der Regel, 36 Briefen erhielt man ein Diplon, eine Bescheinigung zum erfolgreichen Bestehen des Unterrichts. Die Briefe einzeln (im Handel auf Bestellung) kosteten eine Mark (4-5 €*, vgl. de.wikipedia.org). Der Unterricht bestand aus 2 Kursen mit je 18 Briefen und 36 Lektionen -je Brief zwei Lektionen, je Lektion ein Text. Die Texte waren in der Regel fortlaufend über mehrere Lektionen. Die Lösungen zu den Aufgaben der einen Lektion befanden sich in der darauffolgenden. Jeder Kurs kostete einzeln im Schuber („in Karton und Decke“) 18 Mark (70-80 €*) – die beiden Kurse zusammen in zwei Schubern 27 Mark (100-120 €*). Zusätzlich zu den Briefen gab es Beilagen, welche zum Beispiel die Geschichte oder die Besonderheiten der jeweiligen Sprache behandelten.
Langenscheidts Taschenwörterbücher
Die Langenscheidtschen Taschenwörterbücher waren schon früher beliebt und praktisch:

Langenscheidts Taschenwörterbücher sind in jeder Beziehung mit allen Vorzügen ausgestattet, welche die moderne Lexikographie aufzuweisen hat. Sie genügen ihrem Umfang als Taschenwörterbücher entsprechend den weitestgehenden Anforderungen. Wer für die Reise, für die Konversation, in der Schule oder im täglichen Leben ein bequem zu handhabendes Wörterbuch braucht, kann nichts geeigneteres wählen, als Langenscheidts Taschenwörterbücher mit Angabe der Aussprache nach dem phonetischen System der Methode Toussaint-Langenscheidt. (Katalog c1914/18)

Die Taschenwörterbücher boten einen umfassenden Wortschatz von, in der Regel, 50.000 Stichwörtern auf 1000 Seiten, sowie Aussprachebezeichnungen und grammatikalische Ergänzungen. Bis ca. 1916 sind folgende Taschenwörterbücher erschienen oder in Vorbereitung: Böhmisch, Bulgarisch, Dänisch-Norwegisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Japanisch, Katalanisch, Lateinisch, Neugriechisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch, Ungarisch, Francais-Anglaise, Francais-Espagnol, Francais-Italien, Greek-English, Hebrew-English, Latin-English (vgl. Katalog c1914/18). Damit waren und sind die Taschenbücher eigentlich die Grundlage des Verlages: Noch immer werden sie für Beruf und Unterricht verwendet – in allen Varianten.

Auf dieser Website werde ich nach und nach Interessantes über die Langenscheidtsche Verlagsbuchhandlung und die Methode Toussaint-Langenscheidt veröffentlichen. Meine bisherigen Veröffentlichungen (Digitalisierungen, Scans und Aufsätze) können Sie hier aufrufen.
(M. Graver)

* Die Preise sind grob berechnet (Faktor 4.50 € – Stand zwischen 1913 und 1915)

Symbol1 (web)

Langenscheidts Taschenwörterbücher

Langenscheidts Taschenwörterbücher
Die Taschenwörterbücher der Methode Toussaint-Langenscheidt spielen schon immer eine wichtige Rolle beim erlernen einer neuen Sprache. Noch immer gibt es die kleinen Bücher. Heute heißen sie Schulwörterbuch, Universalwörterbuch, EU-Wörterbuch, etc.

Hier eine Digitalisierung aus dem Katalog der Langenscheidtschen Verlagsbuchhandlung aus dem Ersten Weltkrieg (c1914/18): pdf (2 Seiten, 1.3 MB)

Das „Leserost“

Hier ein Scan des „Leserosts“ der Methhode Toussaint-Langenscheidt (vgl. de.wikipedia.org). In den ersten Briefen der Sprachlernbriefe wurde diese Schablone zum abdecken einzelner Zeilen benutzt. So kann man, zum Beispiel, die Lautschrift und die deutsche Übersetzung im ersten Sprachlernbrief Niederländisch (Scan: migraver.wordpress.com) verdecken und den Text frei (ohne Lautschrift) lesen und Übersetzen.

Das orange Leserost (Scan) lag dem ersten Kurs bei (in „Karton und Decke“ / Schuber). Dem ersten Brief lag zusätzlich (beim „Probeabo“, s. Scan migraver.wordpress.com) eine Vorlage zum Ausschneiden dabei (Scan folgt).

Das "Leserost" der Methode Toussaint-Langenscheidt

Das „Leserost“ der Methode Toussaint-Langenscheidt

„Ohn‘ Fleiß kein Preis“ – Firmensymbol des Langenscheidt-Verlags

Hier nun das Logo der Methode Toussaint-Langenscheidt (vgl. de.wikipedia.org) vor oder während des Ersten Weltkriegs im Vergleich mit dem Logo während des NS-Regimes.

Methode Toussaint-Langenscheidt

Firmenlogo bis ca. 1924

Firmenlogo ab 1933

Firmenlogo ab vermutlich 1924

Langenscheidts Sprachlernbriefe Niederländisch – Lektion 2

Zu Beginn der zweiten Lektion des ersten niederländischen Sprachlernbriefes wird der erste Ausschnitt der Geschichte „Een groot man en een goed man“ von François Haverschmidt (in den Niederlanden eher als Piet Paaltjens bekannt (vgl. nl.wikipedia.org)), in niederländisch und mit deutscher Übersetzung wieder gegeben. Es folgen ein paar Aufgaben, welche ich aber erst später digitalisieren werde.

Sprachlernbrief Niederländisch – Lektion 2 / Text:
pdf (682.7 kB)

Een groot man en een goed man,
door Haverschmidt.
Ergens in de wijde wereld ligt eene stad en in die stad woonden vóór eenige jaren twee menschen. Natuurlijk woonden er nog veel meer menschen in die stad; maar, behalve al de anderen, woonden er ook die twee. Ze woonden allebei in hetzelfde huis, maar de een woonde in het bovenste gedeelte en de ander woonde beneden. Hij, die beneden woonde, had verreweg het kleinste part van het huis; want hij gebruikte niets dan een kelder, die naast het bordes van den bovenbewoner, zijn huisheer, op de straat uitkwam en die hem niet alleen tot kelder, maar ook tot slaapkamer, keuken, huisvertrek, werkplaats, magazijn en wikel diende. De drie overige verdiepingen van het huis waren geheel en al in gebruik bij den eigenaar, maar deze was ook een heel ander mensch dan de man in den kelder. Die was maar een klein schoenmakertje, en hij was een groot man.

Ein großer Mann und ein guter Mann.
Von Haverschmidt.
Irgendwo in der weiten welt liegt eine Stadt, un in dieser Stadt wohnten vor einigen Jahren zwei Menschen. Natürlich wohnten in der Stadt noch viel mehr Menschen; aber, außer all den andern, wohnten dort auch diese zwei.
Sie wohnten beide in demselben Hause, aber der eine wohnten im oberen Teil und der andere wohnte unten. Der untere Bewohner hatte bei weitem den kleinsten Teil des Hauses inne; denn er gebrauchte nichts als einen Keller, der neben der AUßentreppe des obern Bewohners, seines Hausherrn, auf die Straße ging und der ihm nicht nur zum Keller sondern auch zum Schlafzimmer, zur Küche, zum Wohnzimmer, zur Werkstatt, zum Warenlager und Laden diente. Die übrigen drei Stockwerke des Hauses dienten samt und sonders dem Eigentümer zur Wohnung, aber der war auch ein gan andrer Mensch als der Mann im Keller. Dieser war nur ein Schusterchen, und er war ein großer Mann.