Rasse&Genetik 4 – Robert Ritter

Guten Tag.
Während der Projektwoche „Schule ohne Rassismus“ wurde von SchülerInnen der 10., 11. und 12. Klasse eine Unterrichtseinheit zum Begriff „Menschenrassen“ erstellt (90 Minuten/Biologie/10. Klasse). Wenn sie die Arbeitsblätter anfordern wollen, so kontaktieren Sie mich bitte und ich schicke Ihnen die Blätter, die Lösungen und die Hinweise zu. Vielen Dank.


Arbeitsblatt 1 über Robert Ritter:

RASSE&GENETIK 4a

ROBERT RITTER
„Zigeunerforscher“ der RHF

Robert Ritter (1901-1951) leitete seit 1936 die Rassenhygienische Forschungsstelle (RHF) in Tübingen und Berlin. Dort hat er ca. 30.000 „Zigeuner“ begutachtet und lieferte die „pseudowissen-schaftliche Grundlage für die Vernichtung und Zwangssterilisation Tausender Sinti und Roma“. Ritter versuchte die genetische Grundlage der Sinti und Roma festzustellen. Zum Schutze der „Deutschen Rasse“ ließ er „Zigeuner“ und „Mischlinge“ zwangssterilisieren.

Zigeunerforschung der RHF:
Für die RHF waren die Mischlinge deutlich gefährlicher, da durch „Untersuchungen“ bewiesen wurde, dass eben diese Mischlinge auf einem viel höheren Grad kriminell seien, als „reine“ Zigeuner, bzw. Arier. Diese These gehörte zu der Zeit zu den Grundannahmen der Rassenhygieniker und beruht auf der Idee, dass die nomadische Lebensweise der Zigeuner „artgerecht“ sei, die sesshaften Zigeuner aber „entartet“ sind und Mischehen mit „entarteten“ Deutschen eingehen würden. Diese Mischlinge seien dann eher kriminell, da sie eben Kinder von „entarteten“ Zigeunern und Deutschen seien.

Seit 1937 untersuchten die „Fliegenden Arbeitsgruppen“ Insassen von Arbeitslagern, Armen-quartieren und Gefängnissen, aber auch Bürger, die sie sich von der Polizei bringen ließen. Dabei erfassten die Gruppen unter der Leitung Ritters über 2.400 „Zigeuner“. Die Daten der „Zigeuner“ wurden in das „Zigeunersippenarchiv“ der RHF eingetragen. In dieses Archiv kommen Gutachten, in denen die Personen mit den bisherigen „Forschungsergebnissen“ verglichen werden und dann bewertet werden, inwieweit sie Zigeuner, bzw. Zigeunermischling sind. Dabei gab es verschiedene Kategorien und verschiedene Grade. Bis 1944 wurden über 23.500 Gutachten erstellt. Die Gutachten entschieden darüber, was mit den Betroffenen passiert. Bei der Maideportation 1940 wurden von 2.500 mutmaßlichen „Zigeunern“ 2.488 als „Zigeuner“ oder „Zigeunermischlinge“ nach Polen deportiert, 22 wurden als „Nichtzigeuner“ frei gelassen.

Auftrag:
1. Erläutere und bewerte die Idee der Rassenhygieniker, dass Mischlinge gefährlicher seien.
2. Entwerfe ein Konzept, wie die „Fliegenden Arbeitsgruppen“ funktioniert haben.
3. Beurteile das Zigeunerarchiv und die Tätigkeit der RHF.

Arbeitsblätter & Hinweise „ROBERT RITTER“:
pdf (1.3 MB)

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