Bauernhäuser im Stadtgebiet Hannover

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In der alten Bibliothek Emden habe ich letzte Woche für recht weniges Geld ein sehr interessantes Heft über das Bauernhaus im Stadtgebiet Hannover entdeckt. 1932 veröffentlichte der Direktor des damaligen „Niedersächsischen Volkstums-Museums Hannover“ den reich bebilderten Aufsatz als Sonderdruck im zweiten Teil des zweiten Bandes in „Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover“. Folgendes Vorwort:

Dem Magistrate zu Hannover ist die jüngse Feststellung des Bauernhausbestandes im Stadtgebiet zu verdanken, deren Ergebnisse für das Denkmalverzeichnis zur Verfügung gestanden haben. Die Untersuchung ist im Spätherbst 1932 durch den Direktor des Vaterländischen Museums zu Hannover, Herrn Dr. Wilh. Peßler, ausgeführt, dem als besonderem Kenner des Gebietes der Bauernhausforschung auch das Wort an dieser Stelle zukommt.

Als Ergänzung der im folgenden gegebenen kurzen Darstellung sei verwiesen auf W. Peßlers Arbeit: „Das Bauernhaus im Umkreise der Stadt Hannover“, H. G. 1910, S. 4. In den größeren Zusammenhang Niedersachsens wird die Frage gestellt durch Peßlers „Haus-Geographie von Niedersachsen“ (mit bunter Landkarte, Zeitschrift „Volk und Rasse“, Jahrgang I, München 1926, Heft 3, Seite 149). Innerhalb des gesamten deutschen Volksgebietes (vgl. Peßlers Karte der Haustypengebiete im Deutschen Reiche, Zeitschrift „Deutsche Erde“ VII. Gotha 1908, Sonderkarte 3) scheint die Gegend zwischen Hannover und Goslar in hausgeographischer Beziehung von ganz besonderer Bedeutung zu sein. Denn in diesem Bezirke läßt sich das Verhältnis von zwei ganz verschiedenen Haustypen, nämlich dem niedersächsischen mit seiner Längsteilung und seiner Ebenerdigkeit und dem mitteldeutschen mit seiner Querteilung und seiner Neigung zur Zweigeschossigkeit, in vielen Anbstufungen gegenseitiger Beeinflussung besonders deutlich verfolgen. Hier herrscht eine außerordentliche Mannigfaltigkeit der Formen, welche sowohl in geographischer wie in entwicklungsgeschichtlicher Hinsicht ein besonders klares Bild ergeben.

 

Im folgenden möchte ich erst einmal unkommentiert die Fotografien der Häuser in der Reihenfolge des Heftes abbilden. Wo möglich werde ich nach und nach Satelitenfotos der jeweiligen Häuser veröffentlichen, dabei nutze ich Screenshots von Google-Maps.

Kübbungshäuser

Hainholz, Hüttenstraße 28
Einfahrtstor in der Mitte; mit Steilgiebel und Vorschauer. Heute: abgerissen.

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Groß-Buchholz, Groß-Buchholz Straße 9
Von 1762. Einfahrtstor seitlich; mit Krüppelwalm und Vorschauer; Wohnteil ganz leicht erhöht. Heute: Veranstaltungsraum „Groß-Buchholzer Bauernhof“, in der Aufnahme das linke Gebäude.

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Bothfeld, Sutelstraße 47
Mitte 16. Jahrhundert, erneuert 1730, Einfahrtstor seitlich; mit Krüppelwalm, Wohnteil leicht erhöht. Heute: entweder in Hausnummer 48 verbaut oder vermutlich abgerissen (?).

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Dreiständerhäuser

Stöcken, Stöckener Straße 235
Von 1777, Einfahrtstor in der Mitte; mit Steilgiebel. Heute: vermutlich abgerissen.

Bauernhaeuser_04_Dreistaenderhaus_Stoecken_Stoeckener_Strasse_235_1777

 

Bothfeld, Sutelstraße 47
Scheune von 1686, Einfahrtstor seitlich; mit Steilgiebel. Heute: vermutlich abgerissen, vgl. zweites Kübbungshaus.

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Kirchrode, Kleiner Hillen 3
Von 1677, Einfahrtstor in der Mitte; mit Krüppelwalm und Vorderkübbung, deren Schleppdach in den Krüppelwalm übergeht. Heute: für Jacobi-Bibliothek abgerissen.

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Vierständerhäuser

Wülfel, Dorfstraße 7
Von 1811, mit Krüppelwalm; Wirtschaftsteil mit durchschießendem Ständerwerk, Wohnteil zweigeschossig mit geteilter Geschosskonstruktion. Heute: vermutlich abgerissen.

Bauernhaeuser_07_Vierstaenderhaus_Wuelfel,_Dorfstrasse_7_1811

 

Stöcken, Klappenburg 8
Von 1777, mit Steilgiebel; mit Scheinstockwerken; Wirtschaftsteil mit durchschießendem Ständerwerk. Heute: für einen Parkplatz abgerissen.

Bauernhaeuser_08_Vierstaenderhaus_Stoecken,_Klappenburg_8_1777

 

Limmer, Sackmannstraße 23
Von 1808, mit Krüppelwalm; Zweigeschossigkeit mit geteilter Geschosskonstruktion im ganzen Haus. Heute: gut erhalten und scheinbar saniert.

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Vierständerhaus mit Anbau

Badenstedt, Empelder Straße 32
mit Steingiebel; Erweiterung durch Anklapp rechts. Heute: abgerissen.

Bauernhaeuser_10_Vierstaenderhaus_Badenstedt,_Empelder_Strasse_32

 

Kirchrode, Schemannstraße 2a
mit Krüppelwalm; Erweitertung durch Anbau unter eigenem Dache links. In der Ausfachung z.T. alte volkstümliche Steinsetzung (Mühle usw.). Heute: vermutlich abgerissen.

Bauernhaeuser_11_Vierstaenderhaus_Kirchrode,_Schwemannstrasse_2a

 

Davenstedt. Altes Dorf 33
von 1736, mit Krüppelwalm; Erweiterung durch langes Schleppdach links und Vorbau mit eigenem Dach rechts. Heute: vermutlich abgerissen.

Bauernhaeuser_12_Vierstaenderhaus_Davenstedt,_Altes_Dorf_33_1736

 

Dielen

Groß-Buchholzer Straße
von 1762; im Kübbungshaus breit und niedrig. Heute: ?

Bauernhaeuser_13_Diele_Gross-Buchholz,_Gross-Buchholzer_Strasse_1762

 

Badenstedt, Empelder Straße 32
im Vierständerhaus schmal und hoch. Am Ende Schrank und Erntekranz. Heute: abgerissen.

Bauernhaeuser_14_Diele_Badenstedt,_Empelder_Strasse_32

 

Ricklingen, Stammesstraße 21
von 1804; im Vierständerhaus schmal und hoch. Am Ende Empore und Erntekranz.

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Busse-Mühle in Hardegsen

Am 12. März 2018 begannen die Abrissarbeiten an der Mühlenbäckerei Busse in Hardegsen, Northeim.

Neben den Wohn- und Verkaufsgebäuden wird auch eine Industriemühle, die Ende des 19. Jahrhunderts errichtet worden ist, abgerissen. In dem recht beeindruckenden, großen und Fensterarmen Backsteingebäude befindet sich vom obersten Dachboden bis in den Keller alle nötigen Vorrichtungen, um wasserbetrieben (?) aus Korn Mehl herzustellen.

Ganz zufällig sind mir heute Nachmittag einige Bilder in einem Briefumschlag zugesteckt worden, die ich der Öffentlichkeit natürlich nicht vorenthalten möchte.

Einen Abriss der Mühle kann man wohl leider nicht mehr verhindern, aber dafür haben wir in ca. fünfzig Jahren noch einen Grund mehr, den Kopf zu schütteln, wie wir so etwas haben zulassen bzw. genehmigen können. Den Abriss eines Industrie- und Kulturdenkmals, welches nicht als ein solches bezeichnet wurde, da es bis vor kurzem Verwendung fand und als selbstverständlich erachtet wurde. Mich macht soetwas traurig, da vor lauter städteplanerischer auf Profit und Fortschritt im Stile der alten Neuen Sachlichkeit ausgerichteter Blindheit nur der Leerstand gesehen wird, wo kein unwichtigerer Zweck vorhanden ist, als den nachfolgenden Generationen zu zeigen, wie Mehl zu Zeiten ihrer Urur…großeltern hergestellt wurde, ohne Touchscreen und Computer. Einen Erhalt des Gebäudes und eine damit verbundene Einbindung in einen von mir aus dann errichteten modernen Komplex um das Gebäude herum fänd ich deutlich charmanter und einmaliger, als wieder einen modernen Komplex, der in fünfzig Jahren so hässlich empfunden werden wird, wie wir heute den Brutalismus und Funktionalismus als schreckliche Bauten der 60er ansehen.

Auch wenn die Grundfläche somit ungenutzt wäre – obwohl in der ehemaligen Mahlstube ein Café Platz hätte – müsste nur das Dach dicht sein und regelmäßig die Räume kontrolliert werden und schwupps – da hätten wir ein Industriedenkmal, welches die nächsten 50 Jahre regelmäßig von den Grundschulkindern hätte besucht werden und Lehrenden als Anschauungsobjekt hätte dienen können.

Aber was solls. Vielleicht zieht ja der neue Bau vor dem Tore Menschen als Tourist*innen nach Hardegsen. Solch einen Bau in einem so modernen Stil können sie ja sonst auch sehr selten sehen. Gut erhaltene Industriemühlen des 19. Jahrhunderts wachsen ja wie Strand am Meer.

Zur Mühlenbäckerei

Für uns stehen seit 1883 Tradition, handwerkliches Können und beste Zutaten für höchste Qualität im Mittelpunkt.

Probieren Sie unsere Spezialitäten wie Schmandkuchen, Mohnkuchen schlesischer Art, Butterkuchen, Butterstreuselkuchen und vieles mehr. Wir fertigen Ihnen Kuchen und Torten zu jedem Anlass, gerne beraten wir Sie persönlich!
Neben unseren Filialen, die wir betreiben, beliefern wir z. B. die KGS in Moringen, Fa. TEDOX „Café Gute Stube“ in Harste, verschiedene Seniorenheime, Restaurants, Firmen und Hotels mit unserem Brot, Brötchen (natürlich auch in unterschiedlichsten Varianten belegt möglich), Kuchen und Torten. Sprechen Sie uns an, selbstverständlich könne wir Ihnen ein individuelles Angebot ausarbeiten.

Wenn Sie Urlaub in Heiligenhafen machen, sind wir auch schon da! Kommen Sie in unserer neuen Bäckerei mit Café vorbei und kosten Sie zum Beispiel unsere beliebten Windbeutel mit den unterschiedlichsten Füllungen

muehlenbaeckerei-busse.de, 14.3.18

 

Zur Geschichte der Mühle und der Bäckerei

1883 bis 1920 Müllermeister Heinrich Busse
1920 bis 1948 Müllermeister und Bäcker Wilhelm Busse
1948 bis 1984 Bäcker- und Müllermeister Walter Busse
1984 bis 2014 Konditor und Bäckermeister Walter Busse
seit 01.05.2014 Heike Busse

Sie fragen sich, warum heißt es eigentlich „Mühlenbäckerei“?
Über Generationen wurde neben den Bäckereigeschäften auch eine eigene Mühle betrieben. Diese lieferte die verarbeiteten Rohstoffe direkt in die Backstube. Der Betrieb musste aber 2002 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden und seit dem konzentrieren wir uns ganz auf unser Bäckerhandwerk.

ebd.

 

Fotos von der Mühlenbäckerei kurz vor dem vollständigen Abriss
Zuerst ein paar Eindrücke von außen und dann ein Gang durch das Gebäude vom Bereich unter dem (fehlenden) Dach, durch die einzelnen Stockwerke der Industriemühle, einen kleinen Eindruck in die Backstube mit dem älteren Ofen, hinunter in die Kellergewölbe mit einem noch plätschernden Wasserlauf.

 

Video der Industriemühle – Obergeschoss

 

Historische Fotos (von muehlenbaeckerei-busse.de)

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Der Kraftfahrer im Verkehr (1950)

Zufällig habe ich ein kleines Heft auf dem Flohmarkt um die Nikolai-Kirche in Göttingen (jeden Samstag) entdeckt, und natürlich auch gleich mitgenommen!

Der Kraftfahrer im Verkehr, ein kleines 32-seitiges Informationsheft vom Tellus-Verlag (Essen) aus dem Jahre 1950. Der Tellus-Verlag veröffentlichte überwiegend kleine Hefte (die Tellus-Lesebögen – Digitalisierungen folgen noch), welche im verwüsteten Nachkriegsdeutschland als Informationsquellen für die Schüler dienten. Nachdem alle rassistisch-angehauchten Schulbücher von den Alliierten gesammelt und meist vernichtet wurden, hieß es in der Schule: „Kauft den und den Bogen…“ oder „Nehmt den und den Bogen aus dem Ordner“. Diese Wachsenden-Bücher waren dann für nicht wenige Schülerinnen und Schüler ihre größten Schätze, da sie mit der Erdkunde-Reihe fremde Erdteile entdecken, mit der Geschichts-Reihe in vergangene Zeiten reisen, und in den klassischen Lesebögen interessante Geschichten lesen konnten. Nach Jahrgängen sortiert, waren diese Bögen noch bis in die 60er-Jahre gebräuchlich – und heute leider nur noch (sehr selten) im Antiquariat zu finden.

Dieses kleine Heft wurde nicht nur für die Jugend veröffentlicht, sondern überwiegend auch als generelles Informationsheft für das Armaturenbrett der schönen alten Autos. Es informiert mit vielen Bildern über die wichtigsten Regel der Straßenverkehrsordnung und ist noch heute ein schöne, (meist) aktuelle und nützliche Unterhaltung.

Viel Spaß mit der PDF-Datei:
Tellus-Verkehrsheft-PDF-link

Taufbüchlein für Helene Haase

Alle folgenden Bilder öffnen sich groß und lesbar, wenn Sie sie anklicken!

Taufbuechlein-Einbang

Gestern habe ich zufällig im Antiquariat dieses kleine Taufbüchlein von 1892 entdeckt und auch gleich für 5 € gekauft, um es nun hier zu veröffentlichen. Hoffentlich hilft es nochmal irgendjemandem bei der Ahnenforschung…

Henriette Eleonore Helene Haase wurde am 6. Februar 1892 um 2 Uhr nachmittags in Kosen (?) (Schützstr. 28b) geboren und wurde am Ostersonntag den 17. April 1892 in der Kirche zum Graben in Kosen geboren.

Stammbaum

Ihre Taufpaten waren:
Frau Mathilde Fröhlich (einzige Schwester der Großmutter mütterlicher Seite)
Frau Agnes Jacob (einzige Schwester des Großvaters mütterlicher Seite)
Herr Theodor Fischer (ihr lieber Großvater)
Der Pastor war Lehn (?)

Helene hatte mindestens zwei Geschwister:
Erich Haase (30. Mai 1886)
Dorothea Haasr (6. März 1889)

Zudem ist vermerkt, dass Helene am 26. Juni 1892 den ersten Zahn bekommen hat.

Dieses kleine Tauf-Büchlein (9.8cm x 13.6cm) hat Helene von ihrer Großtante Agnes Jacob als Andenken bekommen. Agnes Jacob ist eine geborene Fischer in hat die Widmung für das Büchlein in Breslau geschrieben. In dem Büchlein lag auch eine kleine (Visiten-)Karte von Agnes Jacob oder der Mutter von Helene aus Coblenz, wo sie aber als Namen Agnes Haase, geb. Fischer angegeben hat.

Konfirmationsschein-1864
Zusätzlich lag in dem Taufbüchlein ein Erinnerungsblatt an die Konfirmation von Louis Ernst Heinrich Haase (geb. am 2. Nov 1850 o. 1864), welcher am 9. Okt 1864 in der evangelischen Kirche in Teterow (?) vom Pastor Lüders (?) konfirmiert wurde.

Ich bitte um Ihre Hilfe beim Lesen einzelner Wörter, da ich doch noch nicht gut genug für solche Handschriften bin (bitte einfach einen Kommentar schreiben). Danke!

Taufbuechlein-1

Taufbuechlein-2

Taufbuechlein-3

Taufbuechlein-4

Taufbuechlein-5

Taufbuechlein-6

Kleine Karte von Agnes Haase

Kleine Karte von Agnes Haase

Wenn Sie das kleine Büchlein irgendwie für Ihre Ahnenforschung brauchen oder Sie mit Helene verwand sind, können Sie mir natürlich eine Mail schreiben. Ich kann Ihnen das Büchlein auch zusenden.

Klein-Erna – Alle Geschichten

„Die grausig-dummen Geschichten von Klein-Erna, Klein-Bubi und Familie kursieren schon so lange in Hamburg und den umliegenden Dörfern – es soll schon ergraute Männer geben, die sie aus ihrer frühesten Jugend kennen -, dass es an der Zeit war, sie einmal zu sammeln und mit lebenswahren Bildern zu versehen.“ Vorwort zur Erstausgabe.

Die Klein-Erna-Geschichten kursieren wirklich schon seit Ewigkeiten in Hamburg und Umgebung, und seit dem Vera Möller 1938 ihren ersten Band der „grausig-dummen Geschichten von Klein-Erna, Klein-Bubi und Familie“ veröffentlichte, verbreiteten sich die Geschichten so stark, dass sie schon 1940 den zweiten Band, die Neue Folge veröffentlichen konnte, welche im „ganzen Reich“ Leser und Freunde fand.

Nach dem Krieg mischte sie Geschichten aus der Erstausgabe und der Neuen Folge und ersetzte einzelne Geschichten durch andere, fügte noch einen dritten Band hinzu. „Wer seine Klein-Erna-Bändchen im Laufe dder letzten Jahre verloren hat, kann sie nun wieder zur Hand nehmen“ (Vorwort Band 1).

1959 trägt sie einen weiteren Band zusammen, den vierten, und veröffentlicht alle zusammen: „Eins, zwei, drei und vier in Tüte“. Zum Schluss veröffentlicht sie 1964 den „fümften“ Band, wieder in Tüte…

All die kleine Bändchen erschienen im Hans Christians Verlag, welcher sich bis heute am Leben hielt, leider jedoch nicht mehr mit unseren schönen „grausig-dummen Geschichten“…

Wir werden nach und nach viele Geschichten digitalisieren und hier sortiert veröffentlichen, damit Sie sich auch weiterhin an ihnen erfreuen können.

Die Liste aller Geschichten finden Sie natürlich als PDF (1.2 MB) hier.

Viel Spaß also mit diesen fantastisch-dummen Geschichten!
M. Graver

Die Bände
Wie gesagt: Es gab zuerst nur die Erstausgabe von 1938 (A1). Fast alle Geschichten waren hier mit farbigen Zeichnungen gestaltet. Dann brachte Möller 1939/1940 die Neue Folge, wieder mit farbigen Zeichnungen und nur neuen Geschichten heraus.

1950 folgte der Dritte Band. Dabei wurden die Geschichten aus der Erstausgabe un der Neuen Folge neu gemischt und mit weiteren neuen Geschichten auf drei Bände aufgeteilt. Diese kamen zusammen in einem Schuber heraus.

1959 hat Möller dann die Reihe um einen Vierten Band erweitert. Dieser enthielt nur neue Geschichten und kam auch wieder mit den drei vorherigen in einem Schuber heraus.

1964 kam dann der letzte „alte“ Band, der Fünfte Band in einem Schuber mit den vier anderen heraus. Wie schon der vierte, enthielt auch der letzte Band nur neue Geschichten, sodass es einige wenige Geschichten gibt, die bisher nur in der Erstausgabe und der Neuen Folge erschienen (z.B. „Im Bilderladen“, „Fantasie“, „Heringe“, etc.)

All die kleinen Bände sind in etwa gleich groß (4.1cm x 12.9cm) und enthalten viele, interessante und schöne Zeichnungen von Vera Möller.

Erstausgabe (1938)

Erstausgabe (1938)

Neue Folge (1939/1940)

Neue Folge (1939/1940)

Band 1 (1950)

Band 1 (1950)

Band 2 (1950)

Band 2 (1950)

Band 3 (1950)

Band 3 (1950)

Band 4 (1959)

Band 4 (1959)

Band 5 (1964)

Band 5 (1964)

Langenscheidts Unterrichtsbriefe: Lateinisch (Brief 1 und 2)

Hier nun die ersten Seiten der beiden ersten Briefe der Langenscheidtschen Unterrichtsbriefe für Lateinisch. Ich werde nach und nach die beiden Briefe komplett digitalisieren.

Interessant bei dem zweiten Brief ist die Schreibweise des Textes: Zum einen als „normaler“ lateinischer Text und dann in „konstruierter Form“. Für die lateinische Sprache lag aber kein Leserost dabei, was durch die „konstruierte Form“ hier auch nicht sinnvoll wäre.

Lateinisch-1-Brief-1

Brief 1 mit Vorwort

Lateinisch-2-Brief-1

Brief 2 mit ersten Texten

Langenscheidts Unterrichtsbriefe: Lateinisch (Titelblatt)

Zu jeder Unterrichtsreihe gibt es ein Titelblatt, welches in der Regel vorne auf der Stapel der Unterrichtsbriefe im Karton lag. Auf dem Titelblatt zu meinen lateinischen Unterrichtsbriefen wird angegeben, dass es sich um die 18. Auflage handelt. Durch einen Eintrag der Staatsbibliothek zu Berlin (vgl. SPK-digital.de, 16. Auflage der Briefe von 1932) würde ich schätzen, dass die Briefe hier zwischen 1934 und 1935 erschienen.

Dies würde auch das veränderte Firmenzeichen begründen: Im Vergleich zu dem Logo auf meinen niederländischen Sprachlernbriefen (nach 1915) fehlen die Beschriftungen (Frankreich, England und Deutschland) auf den Armbändern der drei Hände über der Weltkugel.

Auch interessant sind die einzelnen Angaben zum Markennamen-Schutz in verschiedenen Ländern.

Lateinisch-Titelblatt-1

Erste Seite

Lateinisch-Titelblatt-2

Zweite Seite mit Angabe der Auflgage, sowie dem Firmenzeichen während der NS-Zeit

Lateinisch-Titelblatt-3

Dritte Seite mit Hinweisen zum Patentschutz in anderen Ländern

Langenscheidts Unterrichtsbriefe: Lateinisch (18. Auflage)

Guten Tag,

ich habe nun für nur 3.50 € die Unterrichtsbriefe für Lateinisch gekauft. Leider sind nicht alle Briefe vorhanden – es fehlen drei, vier Stück. Zusätzlich sind lediglich die Beilagen I und V vorhanden.

Trotzdem werde ich hier nach und nach interessante Seiten, Briefe und Prospekte veröffentlichen, bzw. digitalisieren. Natürlich können Sie mich kontaktieren und ich werde Ihnen einzelne Briefe kostenlos einscannen und zusenden.

Nun zuerst der Deckel des 1. und 2. Kurses:

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Deckel mit Firmensymbol „Ohn‘ Fleiß kein Preis“

Lateinisch-Deckel-2

Rand des Deckels

Lateinisch-Deckel-3

Linke Innenseite Deckels mit Übersicht über die Unterrichtsreihen

Lateinisch-Deckel-4

Rechte Innenseite mit Übersicht über die Wörterbücher

Verzeichnis der wichtigsten Werke der Langenscheidtschen Verlagsbuchhandlung (ca. 1933)

Guten Tag.
Hier das vollständige Verzeichnis der „wichtigsten Werke der Langenscheidtschen Verlagsbuchhandlung“. Zusammengefasst aus dem Anhang des Niederländischen Taschenwörterbuches aus dem Jahre 1930.
Die Liste ist vollständig, die Beschreibungen in der PDF-Datei werde ich aber noch weiter ergänzen und aktuelle Preise (Umrechnung) angeben.
Viel Vergnügen wünscht M. Graver.


Verzeichnis:

  1. Sprachunterrichtsbriefe Methode Toussaint-Langenscheidt
    1. Große Originalausgabe in 36 Briefen
    2. Der kleine Toussaint-Langenscheidt in 10 Briefen
    3. Toussaint-Langenscheidt-Aufbaukurse für Lernlustige
  2. Lehrbücher
    1. Langenscheidts praktische Schullehrbücher
    2. Langenscheidts Kurz-Lehrbücher
  3. Lektüren
    1. Langenscheidts fremdsprachliche Lektüre
    2. Langenscheidts Neue Lesehefte
  4. Langenscheidts Wörterbücher
    1. Langenscheidts Enzyclopädisches Wörterbuch
    2. Langenscheidts Taschenwörterbücher
    3. Langenscheidts Universal-Wörterbücher
    4. Langenscheidts Miniatur-Wörterbücher
    5. Langenscheidts Handelswörterbuch
    6. Langenscheidts Kaufmännisches Handwörterbuch
  5. Reiseführer und -wörterbücher
    1. Langenscheidts Reise-Dolmetscher
    2. Metoula-Sprachführer
    3. Handbücherei für Auslandskunde
  6. Verschiedene Werke
    1. Handbücher der Handelskorrespondenz
    2. Langenscheidts Musterbriefe
    3. Langenscheidts Konversationsbücher
    4. Ausführliches grammatisch-orthographisches Nachschlagebuch der deutschen Sprache
    5. Langenscheidts Sprachführer für den Sportsmann
    6. Langenscheidtsche Bibliothek
    7. Sprachkunde (monatl. Zeitschrift)
    8. Neue Rechtskunde

Aus dem Anhang des Taschenwörterbuches Niederländisch mit einem Anhang von 1930

Verzeichnis mit Beschreibung, Angaben der einzelnen Sprachen und Preisangabe von 1933 (mit Umrechnung): PDF-Datei (Stand 10. Jan. 2015)

„So macht’s ein ganz Schlauer“ – Em-eukal (Werbe-Anzeige)

Eine schöne historische Anzeige für Em-eukal-Hustenbonbons:

So macht’s ein ganz Schlauer!

Er sagt sich: Heumanns „Brust- und Lungentee“ ist gut gegen Husten und Heiserkeit. Jawohl, das weiß ich aus alter Erfahrung

Aber da lese ich immer von Dr. Soldans „Em-eukal“-Hustenbonbons. Die werden doch immer so gelobt.

Ein Gedanke – – – ich verstärke meine Husten-Kur: Ich löse in Heumanns „Brust- und Lungentee“ künftig ein bis zwei Dr. Soldans „Em-eukal“ auf. Wenn das nicht hilft . . .

>Em-eukal<
nach Dr. Soldan

In Apotheken erhältlich, ein Beutel (100 g) 45 Pfg.

Vermutlich aus den 1940er Jahren. Habe ich heute in dem kleinen Werbeheft „Eine Reise durch den menschlichen Körper“ von Heumann Heilmittel gefunden, welches ich vielleicht auch mal digitalisieren möchte.

Eine schöne Werbe-Anzeige aus den 40er-Jahren

Eine schöne Werbe-Anzeige aus den 40er-Jahren Bearbeitung: https://migraver.files.wordpress.com/2014/12/em-eukal-kopie.png